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Sandwichplatten-Flachdach:Aufbau, Verlegung,Stützweiten

PUR- oder PIR-Hartschaumkern zwischen zwei Stahl-Deckblechen, werksseitig verklebt: ein Element ersetzt Tragblech, Dämmung und Abdichtung. Standard für Industrie- und Logistikhallen mit Spannweiten von 1,5 bis 6,5 Metern, U-Wert 0,14 bis 0,90 W/(m²K) je nach Element-Dicke. Pflicht-Verarbeitung nach IFBS-Schraubenzulassung Z-14.4-407 und DIN 1052 für Holz.

Aufbau-Konzept

Ein Element, vier Detail-Vorgaben

Sandwich-Logik vereint Tragwerk, Dämmung und Abdichtung. Vier flankierende Detail-Spezifikationen entscheiden über die Lebensdauer der Verbindung.

Sandwich-Element als Komplett-Schicht

Tragend, dämmend, abdichtend in einem Bauteil

PUR- oder PIR-Hartschaumkern zwischen zwei Stahl-Deckblechen, werksseitig verklebt. Element ersetzt drei separate Schichten (Tragblech, Dämmung, Abdichtung) durch einen Stoß-an-Stoß verlegten Bauteil. Standard im Industriebau, Logistik-Hallen und Gewerbedach mit großen Spannweiten.

Stützweite je Dicke

1,5-4 m

Geprüfte Stützweiten-Tabelle vom Hersteller je Element-Dicke und Lastannahme als Pflicht-Quelle.

Schraubenmuster Endauflage

min. 3/m

Edelstahl 1.4301 mit aufvulkanisierter EPDM-Dichtscheibe und Kalotte, Hochsicke verschraubt.

Längsstoß-Verbindung

Abstand 500 mm

Hochsicken-Überlappung mit Kompri-Dichtungsband 10×2 mm, sofort verschrauben gegen Verzug.

Holzlatte mit Vorbohrung

60×80 mm

DIN 1052 verlangt bei Holzunterkonstruktion Vorbohrung Schraubendurchmesser plus 0,7 mm.

Element-Stärken

Fünf Sandwich-Klassen nach Dicke und U-Wert

Wahl der Element-Dicke richtet sich nach Stützweite, Wärmeschutz-Anforderung und Lastannahme. Ab 100 mm Dicke werden GEG-konforme U-Werte erreichbar.

DickeU-WertStützweite typischAnwendung
25-40 mm0,57-0,90 W/(m²K)1,5-2,5 m SpannweiteCarport, Schuppen, Vordach
40-60 mm0,38-0,57 W/(m²K)2,5-3,5 m SpannweiteKaltlager, Werkhallen ohne Heizung
60-80 mm0,28-0,38 W/(m²K)3,5-4,5 m SpannweiteStandard-Industriedach beheizt
80-100 mm0,22-0,28 W/(m²K)4,5-5,5 m SpannweiteLogistik, Lager mit Klima-Anforderung
100-160 mm0,14-0,22 W/(m²K)5,5-6,5 m SpannweiteEffizienzhalle, Kühllager, GEG-konform
System-Vergleich

Sandwich-Komplettlösung oder klassischer Schichtaufbau

Bei großen Spannweiten und Industriebau gewinnt Sandwich. Bei Wohnbau und kleinflächigen Anwendungen bleibt der klassische Schichtaufbau wirtschaftlich, weil Detail-Reparatur möglich ist.

Sandwich-Komplettlösung

Industriedach in einem Element

  • Tragschicht, Dämmung und Abdichtung in einem Bauteil, dadurch sehr schnelle Verlegung im Vergleich zum Schichtaufbau.
  • Stützweite 1,5 bis 6,5 Meter je nach Dicke und Last, ideal für Industriehallen mit weiten Pfetten-Abständen.
  • U-Wert 0,14 bis 0,90 W/(m²K) je nach Dicke wählbar, GEG-konforme Werte ab 100 mm Element-Dicke.
  • Elementgröße bestimmt das Anschluss-Schema, weniger Detail-Schwachstellen als bei Bahnware mit Detailblechen.
  • Material-Element teurer als reine Bahnware-Bestandteile, Unterkonstruktion muss exakt geplant werden.
  • Beschädigung eines einzelnen Elements lässt sich nicht punktuell flicken, die ganze Sandwich-Platte muss meist gegen eine Neue getauscht werden.

Klassischer Schichtaufbau

Tragblech + Dämmung + Bahnabdichtung

  • Trapezblech als untere Tragschicht, darüber Mineralwolle oder PIR-Dämmung gleichmäßig, oben Bitumen- oder Folienabdichtung in einzelnen Bahnen verlegt.
  • Punktuelle Reparatur an Abdichtung möglich, Flicken-Sanierung ohne Komplettrückbau machbar.
  • Material-Bestandteile günstiger im Einkauf, gute Verfügbarkeit bei mehreren Lieferanten parallel.
  • Bauzeit deutlich länger, weil drei Schichten nacheinander verlegt werden, jeweils mit eigenem Witterungsfenster.
  • Mehr Detail-Schnittstellen zwischen den Schichten, jede Schnittstelle ist potenzielle Schwachstelle bei Schlagregen.
  • Anschluss-Detailbleche an Attika und Durchdringungen aufwendiger, mehr Werkstoff-Wechsel je Quadratmeter Detail.

Sandwich-Industriedach: Beratung anfragen

Wir prüfen Tragwerk, Stützweiten und Förderpfad und liefern eine Element-Empfehlung mit Statiker-Begleitung. Industriedach-Spezialisten für NRW Logistik-Korridor.

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Verlegeablauf

Fünf Schritte zur fachgerechten Verlegung

Nach Hersteller-Vorgaben Trapezbleche.com, Heinl-Bauelemente und IFBS-Schraubenzulassung Z-14.4-407. Reihenfolge ist verbindlich, nicht optional.

01

Pfetten und Auflager prüfen

Maßaufnahme

Achs- und Höhen-Maße der Pfetten kontrollieren, Auflagebreite mindestens 60 Millimeter sicherstellen. Holzpfetten auf Trockenheit (Holzfeuchte unter 20 Prozent) und Querschnitt prüfen, Stahlpfetten auf Korrosion und Mindestdicke 1,5 mm. Statiker-Bestätigung der Lastannahmen einholen.

02

Dichtband auf Auflageträger

selbstklebend EPDM

Selbstklebendes EPDM-Dichtband auf alle Pfetten als Trennlage zwischen Element und Auflage. Verhindert Korrosion durch Kondensat und gleicht kleine Unebenheiten aus. Dichtband nicht überlappen, an Pfetten-Stößen mit System-Verbindern stoßen.

03

Erstes Paneel ausrichten, fixieren

Hochsicke außen

Erstes Element exakt rechtwinklig zur Trauflinie ausrichten, Hochsicke zur Wetter-Hauptseite. Element nur an Endauflagen verschrauben, mindestens drei Schrauben pro lfm. Bei Holzunterkonstruktion vorbohren, Schraubenkopf rechtwinklig zur Plattenebene ansetzen.

04

Längsstoß mit Kompri-Dichtungsband

Abstand 500 mm

Zweites Element schräg über Hochsicke des ersten ablassen, Kompri-Dichtungsband 10×2 mm unter dem Obergurt aufbringen. Sofort mit Edelstahl-Bohrschraube 500 mm-Abstand verschrauben, sonst Verzug durch Temperatur-Differenz. Fuge muss innen versatzfrei dicht sein.

05

Querstoß: Schaumkern entfernen

Überlappung 200 mm

Bei Querstößen Schaumstoffkern auf 200 mm Tiefe entfernen, Kompri-Dichtungsbänder 15×3 mm und 10×2 mm im 100 mm-Abstand auf der Stoßbreite einlegen. Mindestens drei Befestigungsschrauben pro 100 mm Stoßbreite. Bei Holzauflage Schraub-Verbindung nach 2-3 Monaten kontrollieren und nachziehen.

Cluster-Übersicht zur Methodenwahl und alternative Sanierungs-Verfahren für Wohn- und Gewerbeflachdächer im NRW-Bestand:

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Sandwichplatten am Flachdach

Auswahl, Stützweiten, Schraubenwerkstoffe, Kosten und Lebensdauer in der Industrie- und Gewerbedach-Anwendung. Plus Hinweise zur fachgerechten Verlegung nach IFBS-Schraubenzulassung Z-14.4-407 und DIN 1052 für Holzunterkonstruktionen.

Industriedach in NRW: Sandwich-Sanierung

Wir verlegen Sandwichplatten nach IFBS-Schraubenzulassung Z-14.4-407 und DIN 1052 mit Foto-Doku der Schraubenmuster und Dichtungsbänder. Industriedach-Erfahrung im Rhein-Ruhr-Logistik-Korridor.